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„Militär-Veteranen- und Kriegerverein St. Martin im Lamerthal“ auf der einen Seite, sowie „mit Gott für Kaiser und Vaterland“ auf der anderen. An dem Festakt nahmen zwölf Veteranenvereine, vier Musikkapellen, die Feuerwehren aus Lungötz und St. Martin sowie der Großteil der St. Martiner Bevölkerung teil und laut Gedenkbuch soll es ein selten schönes Fest gewesen sein.
Am 30. September 1900 brannte das Maierwirtshaus samt Wirtschaftsgebäude ab, an diesem Tage hatte der Verein seine 4. Jahreshauptversammlung abgehalten und am Abend sollte der Veteranenball stattfinden. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs waren nur mehr einige Männer, darunter Schriftführer Franz Josef Hlawna, Lehrer in Lungötz anwesend. Ihm gelang es, das Gedenkbuch sowie andere Sachen vor den Flammen zu retten.
Aus Anlass des 60-Jahre- Regierungsjubiläums 1908 von Kaiser Franz Joseph errichtete der Verein auf dem Ostermaisspitz ein „Kaiserkreuz“ sowie ein Denkmal aus Quadersteinen an der straßenseitigen Friedhofsmauer, das nun im Park beim Postwirt steht. Bei den damaligen umfangreichen und prunkvollen Kaiserjubiläumsfeierlichkeiten wirkte der Verein maßgeblich mit.
In den Jahren des 1. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben, am 6. 3. 1919 wurde Jörg Steinbacher Hauptmann des Vereines und blieb es bis 1938.
Im Oktober 1921 fand die Enthüllung des Kriegerdenkmales für die Gefallenen und Vermissten des Weltkrieges 1914 bis 1918 statt. Initiator für die Schaffung dieses Denkmals war der damalige Hauptmann Georg Steinbacher, Postwirt. Standort dieses Denkmales: In die südseitige Kirchenmauer außen eingebaut. Es enthält die Namen der Gefallenen und Vermissten mit Foto. Insgesamt forderte der 1. Weltkrieg in St. Martin 12 Gefallene und 4 Vermisste.
Am 22. Mai 1952 fand die Enthüllung des neuen, vielbewunderten Kriegerdenkmals und zugleich die Weihe der Heimkehrerglocke statt. Standort des Denkmals: Rechts vor dem südseitigen Friedhofseingang, direkt an die Friedhofsmauer angebaut. Eine Halbplastik aus Untersberger Marmor stellt einen Soldaten dar, der seinen sterbenden Kameraden in den Armen hält. Rechts und links davon sind in Marmortafeln die Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege sowie außerdem die Namen der während des Feldzuges gegen Italien in den Jahren 1848 – 1850 ums Leben gekommenen St. Martiner eingemeißelt. (8 gefallene St. Martiner) Im Zweiten Weltkrieg verzeichnete St. Martin 21 Gefallene und 12 Vermisste.
Am 14. August 1954 wurde die Einweihung des auf den Ostermaisspitz durch die Mitglieder des Kameradschaftsvereins, vor allem jedoch durch Matthias Krallinger, Wagnermeister, errichteten Heimkehrerkreuzes durchgeführt. Es soll den Dank für glückliche Heimkehrer aus zwei Weltkriegen symbolisieren, die Nachwelt an die Gefallenen und Vermissten erinnern, sowie ein Mahnmal für die Erhaltung des Friedens in der Welt sein. Alljährlich im August (Mariä-Himmelfahrts-Tag) findet seither eine Bergmesse beim Heimkehrerkreuz auf dem Ostermaisspitz statt.
Das im Jahre 1908 auf der gleichen Stelle von Mitgliedern des Veteranenvereins aufgestellt Kaiserkreuz bestand seit langem nicht mehr. Es wurde im Laufe der Jahrzehnte durch Witterungseinflüsse, insbesondere durch Blitzschläge zerstört. Am 27. Mai 1973 fand das Fest der Fahnenweihe statt. Der alten Vereinsfahne, die seit dem Gründungsjahr 1986 dem Verein unzählige male als Symbol der Zusammengehörigkeit und des kameradschaftlichen Geistes vorangetragen worden war, hatte der Zahn der Zeit arg zugesetzt und hatte im wahrsten Sinne des Wortes "ausgedient".
Erfreulicherweise erklärte sich die Fahnenmutter Maria Weiß, geb. Scheibner, eine Enkelin der Frau Maria Scheibner – bereit, den Großteil der Kosten für eine neue Fahne zu übernehmen. Der Rest wurde durch Verkauf von Ehrennägeln finanziert. Das Fest der Fahnenweihe nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Es nahmen 15 Kameradschaften, fünf Musikkapellen, zwei freiwillige Feuerwehren und die Bauernschützen aus Hüttau daran teil. Die neue prachtvolle Vereinsfahne weist auf der einen Seite eine Abbildung unseres schönen Dorfes St. Martin und auf der anderen Seite die Aufschrift "Österr. Kameradschaftsbund St. Martin a. Tgb." auf.
Am 5. Oktober 1986 legte unsere Fahnenmutter Maria Weiß aus gesundheitlichen Gründen ihr Ehrenamt zurück. Die bisherige Fahnenpatin Anna Krallinger übernahm das Amt der neuen Fahnenmutter und Maria Weiß übergab ihr die Fahne mit dem Spruch "Ich übergebe dir die Fahne für den Kameradschaftsverein, sie wird für uns alle die letzte Begleiterin sein". Fahnenpatinnen sind Johanna Reschreiter (seit 1973) und die neugewählte Antonia Schober vom Busunternehmen Schober.
Am 15. August 1989 wurde im Rahmen der jährlich abgehaltenen Bergmesse als Dank für glückliche Heimkehr aus den beiden Weltkriegen, sowie für die gefallenen, Vermissten und verstorbenen Kameraden ein neues Heimkehrerkreuz am Ostermaisspitz (1680 m) aufgestellt. Papstpilot Hans Knaus flog das von unserem Kameraden Matthias Gfatterhofer angefertigte Kreuz zum Gipfel
Pater Albert weihte das Kreuz und hielt anschließend die Bergmesse bei der unser Obmann Andreas Steinbacher den damaligen Landesobmann Karl Röck, sowie eine große Anzahl unserer heimischen Bevölkerung und zahlreiche Gäste begrüßen konnte.Am 22. Oktober 1989 legt Obmann Steinbacher sein Amt nach 26 Jahren aus Altersgründen zurück und wird zum Ehrenobmann ernannt. Die Obmannschaft übernimmt Hans Rettenbacher vom Martinerhof, mit diesem Wechsel führt erstmals ein Nichtkriegsteilnehmer unseren Verein an.
Am 7. Juli 1996 feiert unser Verein das 100 jährige Gründungsfest. Zu diesem Jubiläum kamen 36 Gastvereine, drei Tage wurde gefeiert und mit einer Kranzniederlegung an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedacht. Aus diesem Anlass wurde die Gründungsfahne aus dem Jahre 1896 komplett restauriert, die Kosten dafür übernahmen unsere Ehrendamen Fahnenmutter Krallinger Anna, Fahnenpatinnen Reschreiter Johanna und Schober Antonia.. Ehrenobmann Steinbacher übernahm die Kosten für die Restaurierung der Vereinsfahne von 1973.
Im Oktober 1996 legt Obmann Rettenbacher Johann seine Funktion zurück und übergibt an seinen Nachfolger Markus Bichler. Rettenbacher Johann wird einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.
Obmann Bichler Markus Geb. 21. Februar 1955 Nasenweg 189 5522 St. Martin/Tgb Tel. 06463/7209, 0664/3753825 e-mail: mailto:markus.bichler@sbg.at
Am 25. Juni 2006 feierte unsere Kameradschaftsbund sein 110 jähriges Bestandsjubiläum. Unsere großzügigen Herbergsleute Wilfried und Helga Steinbacher ermöglichten uns, dieses Fest im Moastadl zu feiern und die Erlöse aus der Bewirtung für den Verein zu verwenden. Auf Einladung unseres Vereins nahmen die Trachtenmusikkapelle, die Freiwillige Feuerwehr sowie Fahnenabordnungen aus Eben, Hüttau, Annaberg, Pfarrwerfen und Rußbach an diesem Fest teil. Um 09.15 Uhr war die Aufstellung vor unserem Vereinslokal Moawirt, anschließend marschierte der Festzug zum Kriegerdenkmal, Obmann Bichler ließ zum Gedenken an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden einen Kranz niederlegen. Nach dem Marsch zum Moastadl begrüßte Obmann Bichler die Vereine und alle Teilnehmer. Ein besonderer Gruß galt GR Pfarrer Volker Rank, Bürgermeister Rudolf Lanner, Ök.-Rat Präsident Johann Wirrer, Bezirksobmann Stv Weiß Josef, den Vizepräsident des Bayrischen Soldatenbundes Wolfgang Körner, den Bürgermeistern Rupert Bergmüller aus Hüttau und Sepp Grasl aus Rußbach sowie den Ehrendamen unsers Vereins. Nach der Feldmesse, die von der Musikkapelle umrahmt wurde, erfolgte der Festakt mit einer Ansprache von Obmann Bichler, den Grußadressen der Ehrengäste sowie der Festansprache durch Bürgermeister Lanner.
Am 12. Oktober 2008 legte unsere Fahnenpatin Johanna Reschreiter aus gesundheitlichen Gründen ihr Ehrenamt, dass sie 35 Jahre lang ausübte zurück und übergab dieses an die neue Fahnenpatin Maria Krallinger von der Kunstschlosserei Krallinger.
Am 18. Oktober 2009 legten die langjährigen Vorstandsmitglieder, Obmannstellvertreter Martin Schilchegger und Fähnrich Johann Krallinger ihre Funktionen zurück, sie wurden einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt. Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2011 legte der langjährige Schriftführer Gerhard Diegruber seine Funktion, die er 40 Jahre lang ausübte zurück. Auf Beschluss der Vollversammlung wurde er einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Altfahnenpatin Johanna Reschreiter wurde ebenso einstimmig zur Ehrenfahnenpatin ernannt.
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